Hörempfehlung: Leben mit Gott = Leben ohne Sorgen?
Shownotes
Der Podcast "11 Minuten Bibel" ist gerade in der Weihnachtspause. In der Zwischenzeit empfehle ich dir aber eine Folge von einem anderen Podcast von ERF Medien Schweiz. Inspiriertes Durchhören wünscht dir Joni Merz.
In der Bibel steht: «Wer bittet, dem wird gegeben.» Bewahrt uns ein Leben mit Gott also vor allen Entbehrungen? Ist Wohlstand ein Zeichen von Gottes Gunst? Unsere Erfahrung zeigt: So einfach ist es nicht. Auch wenn Gott für uns sorgt, werden wir von ihm in Verantwortung gerufen. Aber was heisst das konkret? Was liegt an mir und was gebe ich Gott ab? Welche Entscheidungen treffe ich selbst und wie viel göttliche Führung kann ich in Anspruch nehmen? Über dieses Spannungsfeld spricht Leonie Meier in der neusten Folge von «glauben & denken» mit Christoph Egeler.
Kontakt: Wie siehst du das mit der Thematik von Verantwortung und Entscheidungen? Was entscheidest du gern selbst, wo bittest du Gott um Hilfe? Lasst es uns gerne wissen über das Webformular auf erf-medien.ch/podcast. Wir freuen uns über alle Fragen, Feedbacks und Themenvorschläge!
Im Gespräch mit: Christoph Egeler ist Psychologe und war jahrelang Gesamteiter der VBG (christliche Studierendenbewegung der Deutschschweiz (https://www.vbg.net)). Ihm ist es ein Anliegen einen Glauben zu fördern, der sich mit Denken und Wissenschaft ergänzt. Durch seine Arbeit bei der VBG, aber auch in seinem persönlichen Glaubensleben kam er mit verschiedenen christlichen Glaubenstraditionen in Kontakt. Auch davon sind sein Glauben, Denken und Leben geprägt. In seinem 2024 erschienenen Buch «mehrdimensional glauben» beschäftigt er sich mit theologischen Spannungsfeldern. Er lädt seine Leser und Leserinnen dazu ein, sich mit scheinbaren Widersprüchen in der Bibel und im Glauben auseinanderzusetzen. Christoph Egeler ist verheiratet und Vater dreier Kinder.
Link zum Buch: https://www.mosaicstones.ch/mehrdimensional-glauben
**Autorin: ** Leonie Meier
Transkript anzeigen
00:00:00: Der Podcast Elf Minuten Bibel, der ist gerade in einer kurzen Weihnachtspause.
00:00:03: Am Sonntag, den Januar, gibt es dann die nächste neue Folge.
00:00:08: Um die Zeit zu bebrücken, möchte ich dir aber ein anderes Podcast-Famat von EREF Medischweiz weiterempfehlen.
00:00:14: Ich habe dir darum eine Folge vom Podcast Glauben und Denkbarat gemacht.
00:00:18: Und da geht es um die Frage, wenn man sich für ein Leben mit Gott entscheidet.
00:00:22: heisst es automatisch, dass man keine Sorgen mehr hat, dass alles wie am Schnürchen im Leben läuft.
00:00:30: Antworten gibt es in der nächsten halben Stunde.
00:00:33: Schön, dass du mit dabei bist.
00:00:37: Für mich geht es mehr darum.
00:00:38: Die Grundhaltung von meinem Leben ist in Gottes Händen.
00:00:41: Es gibt mir eine Grundgeborgenheit.
00:00:43: Man kann vielleicht sogar sagen, eine Grundvertrauen.
00:00:47: Und quasi auf dieser Grundlage oder in diesem Rahmen dürfen, frei zu entscheiden.
00:00:52: Und dann auch nicht mehr so eine Angsthaarständung, ich mache es für den Fehler oder ich wähle es falsch oder ich mache sonst etwas falsch.
00:00:58: Glauben und denken.
00:01:01: Gott suchen.
00:01:02: Spiritualität leben.
00:01:05: Ein Podcast von EF Mediaschwitz in Zusammenarbeit mit
00:01:08: der VWG.
00:01:11: Was meine ich eigentlich, wenn wir sagen, mein Leben ist in Gottes Hand?
00:01:16: Wenn Gott allmächtig ist und uns liebt, heisst das dann, dass wir uns einfach zurücklehnen können und er dafür alles sorgt?
00:01:22: Das tut schon einmal sehr bequeme Leben.
00:01:24: Aber unsere Erfahrung widerspricht dem Bild meistens.
00:01:27: Nicht jedes Gebiet wird einfach erhöht.
00:01:30: Es heisst, dass in der Bibel Gott versorgt wird.
00:01:33: Wir werden aber auch aufgefordert zum schaffen und die Welt mitgestalten.
00:01:37: Ja, wie geht das zusammen?
00:01:39: Über das Spannungsfeld habe ich mit Christoph Egeler geredet und vor allem darüber, wie wir Gott vertrauen können, aber gleich Verantwortung übernehmen
00:01:46: für unser Leben.
00:01:47: Ich bin die Leonie Meier, schön sind in der Wien.
00:01:51: In der Bibel heisst es, bittet, so wird euch gegeben, klopft an, so wird euch aufgetan, denn jeder, der bittet, empfängt und wer sucht, erfindet und wer anglopft, dem wird aufgetan.
00:02:02: Die Aussage ist von Jesus selber.
00:02:03: Das kann man anlesen, in Matthäus Evangelium.
00:02:06: Und das ist schon recht eine krasse Zusage.
00:02:09: Bitte, so wird euch gegeben.
00:02:11: Also, was will man weh?
00:02:14: Ein Gott, den einfach alle wünschen erfüllt, ist schon eine sehr schöne Vorstellung.
00:02:18: Und an einer anderen Stelle in die Bibel heisst es auch, wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.
00:02:24: Ist man also als gläubiger Christ oder als gläubiger Christian befreit von Sorgen?
00:02:29: langen Gnügen, Glauben und Gebeten einfach für das Leben in Fülle?
00:02:33: und heisst das, dass fehlend das Glück mit fehlendem Glauben zusammenhängt.
00:02:37: Das, wenn wir heute zusammen anschauen, Christoph Egeler.
00:02:39: Herzlich willkommen, schön bist du da.
00:02:41: Merci.
00:02:42: Wir wollen heute noch einmal über das Leben als Christ oder Christin reden und zwar geht es heute ein wenig darum, wo Gott unser Leben in den Hand hat und wie viele Verantwortung wir selber übernehmen.
00:02:54: Bevor wir hier in die Tiefen gehen, hast du schon mal gebeten und dann ist dir gerade gegeben.
00:03:00: Ich habe das schon so erlebt im Zusammenhang mit zwischenmenschlichen schwierigen Situationen, Konfliktspannungen, die vielleicht auch drohen zu eskalieren, ich bin dann irgendwie bewusst vor Gott kam damit, habe das Gott an, angelegt, anbefohlen, habe Gott auch bittet um Mut, um Weisheit, wie ich damit umgehe, vielleicht auch um Vergebung bittet, dort, wo es mir etwas angeht.
00:03:20: Das ist immer für mich etwas zwischen Gott und Mensch und dann natürlich auch zwischen Menschen und so.
00:03:26: Und habe dann auch ... Wirklich schon ein paar Mal erlebt, wenn ich das Gespräch mit dieser Person gesucht habe und sich das sehr gut geklärt hat, den es skaliert hat, man hat sich versöhnen können, was es immer genau ist.
00:03:38: Also dort habe ich das Gefühl, erlebe ich so Gottes Hilfe oder Führung oder Gebetserhörung, ganz besonders, wenn es um solche Sachen geht.
00:03:45: Also dass sich Spannungen lösen, die vorhin noch sehr viel jemanden da
00:03:48: gewesen sind.
00:03:49: Genau, und dort habe ich natürlich auch das Gefühl, es macht etwas mit mir selber.
00:03:52: Das ist auch eine wichtige Voraussetzung, aber irgendwo ist es auch noch mehr als das.
00:03:56: Man hat ja nicht in der Hand wie der andere reagiert.
00:03:59: Genau.
00:04:00: Das kann man ja nicht immer gleichsteuern.
00:04:02: Es gibt ja auch die Redewendung, der Mensch denkt, Gott lenkt.
00:04:06: Versagen Sie, das stimmt.
00:04:07: Es ist eine Redewendung, die übrigens aus der Bibel kommt, also aus Sprüch.
00:04:13: Ich würde sagen, jein.
00:04:16: Ich glaube, wir haben sehr viel Freiheit und Verantwortung, ob es uns passt oder nicht.
00:04:20: Man kann ja positiv oder negativ auch empfunden werden.
00:04:24: Das heisst, wir dürfen oder wir mühen vieles entscheiden und Verantwortung übernehmen und handeln und so.
00:04:31: Aber es gibt eine andere Bibelferse, die mir sehr nöcheligt.
00:04:34: Psalm-Hundert-Zwanzig-Fers-Eis.
00:04:36: Dort heisst es, woher das Haus nicht baut, ist die Arbeit umsonst.
00:04:41: Das drückt für mich so etwas aus, wie ich es sehe.
00:04:45: Wir müssen arbeiten, das heisst nicht Gott baut es aus und du musst nichts machen.
00:04:51: Aber irgendwo ist es gleich Gott.
00:04:53: die über allem regiert, was sie sagen, was sie braucht und so.
00:04:58: Das drückt es für mich aus.
00:04:59: Man sagt manchmal, ich mache das und das, so Gott will.
00:05:02: Das finde ich auch noch gut.
00:05:03: So ein bisschen als Grundhaltung.
00:05:06: Ich habe
00:05:07: nicht alles im Griff.
00:05:08: Wir schauen
00:05:08: das dann noch ein bisschen konkreter an, was das dann genau heisst, praktisch für unser Leben.
00:05:15: Da wäre jetzt sehr schon meine Frage.
00:05:16: Ist ein Leben als Christi garantiert, dass man ein gutes Leben hat?
00:05:20: Man hat ja immerhin Gottas in einer Seite, wir haben die Versprechungen schon gehört oder er gibt, er sagt uns ein Leben, kann man dann sagen, ja, dann ist eigentlich ein Easy Game.
00:05:29: Schon wieder ein.
00:05:31: Oder wenn du ein gutes Leben, was heisst ein gutes Leben, wenn du das definierst als... keine Probleme haben, alles gelingt mir und so weiter, dann ganz klar nein.
00:05:40: Also das Leben mit Gott ist nicht eine Garantie für das.
00:05:43: Wird uns auch in der Bibel nicht so verheißen.
00:05:45: Du kannst einzelne Bibelwerte auspflücken, die das vielleicht aussagen, aber auch ganz viel anders.
00:05:50: Über das haben wir in der Folge über die Bibel ausführlich geredet und so.
00:05:54: Du musst die Bibel noch als Ganzes nehmen, oder?
00:05:56: Es gibt sogar Bibelstellen, die ... implizieren, dass man wegen dem Glauben leidet.
00:06:01: Früher ist es dann zum Beispiel wegen ihrem Glauben glitten, nicht trotz ihrem Glauben.
00:06:05: Das ist ein grosses Thema, da gibt es eine grosse Spannung drinnen.
00:06:09: Aber wenn ein gutes Leben meint, ein Leben, das irgendwo ein tiefen Innenerfüll zu leben, kann es nicht besser ausdrücken als das.
00:06:17: Es ist etwas anderes, das es einfach gut geht und ich habe gerade Glück im Leben.
00:06:21: Ein Sinn, eine Perspektive, eine Hoffnung, dann ganz klar, das finde ich auf jeden Fall, dass es der Glauben gibt.
00:06:29: Und ich finde sogar nichts anderes, dass es nur der Glauben gibt.
00:06:32: Das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung.
00:06:34: Gut zu leben, nicht im Sinne von, ich habe eine Lamborghini und ein grosses Haus und ich habe nicht immer die Pferde, die ich gerade möchte, sondern mehr wie es einem selbst.
00:06:46: Es ist eine tiefe Verwurzelung, die ich denke, die der Glaube gibt, erhält.
00:06:50: Und ja, wie gesagt, auch Sinn, etc.
00:06:52: Und das macht natürlich sehr viel Lebensglück aus, wenn man so will bezeichnen.
00:06:57: Aber es ist nicht so das Oberfläche, es geht gut, es gelingt mir Zeug oder misslinkt mir Zeug.
00:07:02: Wir haben ganz am Anfang unserer Staffel darüber geredet, dass Glaubau heisst Gott vertrauen.
00:07:07: Also dass es Glauben ja nicht umheiss, ich habe irgendwie gewisse Fakten im Kopf, wo ich sage, ich glaube, die stimmen, sondern irgendwie es ist auch Beziehungsarbeit.
00:07:15: Und ich habe letztlich mit einem geredet, das sich darüber beschwert hat, dass seine Eltern ihm fast spassiv sind durch ihr Gott vertrauen, weil er gesagt hat, ihnen ist irgendwie das Unrecht geschehen, aber sie haben sich gar nicht gewährt, sondern denkt, ja Gott, schaut schon.
00:07:28: Wie siehst du das?
00:07:29: Soll man es abgeben, wenn etwas schlechtes passiert?
00:07:32: Oder sich selbst darum kümmern?
00:07:33: Das ist irgendwie auch so ein Spannung.
00:07:36: Beides.
00:07:37: Das ist wieder eine ähnliche Antwort.
00:07:39: Es gibt so ein Motto Aura et Labora.
00:07:42: Das ist jetzt nicht eins zu eins aus der Bibel.
00:07:44: Aber das ist vielleicht das, was das Haus nicht baut, ist die Arbeit umsonst.
00:07:49: Und gleich musst du auch bauen, oder?
00:07:51: Aura et Labora ist beten und arbeiten.
00:07:53: Sorry, genau.
00:07:54: Betten und Arbeiten.
00:07:56: Das ist ein Motto aus der Kloster-Tradition, genau gesagt von der Benediktiner Mönche, so viele weiss.
00:08:04: In der VBG, die ich langschaffte, haben wir das auch stark aufgenommen.
00:08:07: Wir haben sogar Lager, die so geheissen haben, wo man das thematisiert hat und praktiziert hat.
00:08:11: Das ist mir sehr, sehr neu und sehr wichtig, so dass Ora et labora.
00:08:17: Beides ist wichtig.
00:08:18: Es gibt sogar so ein Bild, ein Boot mit dem Gebetzeruder und mit dem Arpenzeruder.
00:08:23: Und wenn du nur Reis brauchst, reist du im Kreis, oder?
00:08:25: Das braucht beides.
00:08:27: Und die Bibel fordert uns mega dazu, auch Verantwortung zu übernehmen und durchaus auch sich zu wehren.
00:08:34: Auch für sich selber und sowieso auch für andere, gegen Unrechte, die in dieser Welt passiert und so.
00:08:39: Oder eben für Gerechtigkeit, um es... positiv zu formulieren.
00:08:43: Also nichts von einfach passiv warten, bis Gott etwas macht.
00:08:46: Also das begegnet mir nicht der Bibel und gleich fordert uns, die Bibel eben auch auf Gott zu vertrauen.
00:08:54: Zum Beispiel sich nicht zu rächen, sondern die Rache gehört Gott oder so, gibt es in der Bibelstelle.
00:08:59: Ich finde je nachdem auch noch ein hilfreiches Motto, aber doch Verantwortung übernehmen und etwas machen.
00:09:04: Definitiv.
00:09:06: Also es soll auch nicht in eine Passivität... Locken sozusagen zu wissen, euer Gut hat sie in der Hand, ich muss eh nicht.
00:09:13: Genau, so könnte man es vielleicht gut zusammenfassen.
00:09:15: Es bewahrt uns wie vor Passivität, finde ich die Erhaltung von dem Ora et Labora, beten und arbeiten.
00:09:21: Aber es bewahrt uns auf der anderen Seite auch vor Verbissenheit, dass ich jetzt muss unbedingt kämpfen bis es umgeht nicht mehr oder die Welt muss retten und so weiter.
00:09:28: Also natürlich auch nicht, oder?
00:09:30: Also auch die eigenen Grenzen irgendwie anerkennen.
00:09:32: Am Schluss kann ich mich irgendwie wehren, aber ich habe nicht den Geist vom anderen irgendwie ändern, wenn er das nicht wie dich sieht, dass er unrecht tut.
00:09:40: Genau.
00:09:40: Und eben Aura et Labora, immer auch verbunden mit Aura, Gebet, du hast am Anfang gefragt wegen Betten und so.
00:09:45: Ja.
00:09:46: Irgendwo in dieser Haltung, dass er mit Gott zusammen, oder?
00:09:49: Also, man kann Gott auch zu viel Verantwortung abgeben.
00:09:53: Oder kann man das nicht?
00:09:54: Schon wieder ein.
00:09:55: Das ist schon ein bisschen viel meine Antwort heute.
00:09:58: Aber auch kein Wunder.
00:09:59: Ich finde, es gibt so viele Spannungsfelder.
00:10:01: Dort ist die Wahrheit in der Mitte, irgendwo jenseits davon, schwarz oder weiß.
00:10:07: Mein Buch mehr dimensionale Glauben hat viel davon drin.
00:10:11: Das ist mir sehr wichtig.
00:10:12: Deshalb, zu viel Verantwortung Gott abgeben würde ich sagen, einerseits, nein.
00:10:18: Ich finde es super, wenn man radikal auf Gott vertrauen kann und die Haltung haben, mein Leben ist in Gottes Hand.
00:10:26: Ich finde, das kann man wie nicht.
00:10:29: Aber wenn es eben heisst, wie wir es vorhin schon gesagt haben, ich muss nichts machen und Passivität oder eine falsche Art von Fatalismus, einfach so ein Schicksal, ich bin halt jetzt einfach ausgeliefert und so, dann ganz klar, nein, oder ich kann mir nicht die Verantwortung einfach Gott abgeben, sondern wie schonmal gesagt, ich muss und darf auch Verantwortung übernehmen.
00:10:50: Also, vielleicht können wir hier auch noch ein bisschen konkret werden, weil Verantwortung annehmen und abgeben ist auch ein bisschen ... Abstracht, wie findet man hier eine gute Bana, dass ich vertraue, dass Gott mich führt und ich gebe auch Sachen ab.
00:11:02: Aber ich gehe auch nicht in den verbissenen Aktivismus, dass ich das Gefühl habe, ich muss alles selber schaffen.
00:11:07: Wie komme ich da in das Mittelfeld?
00:11:09: Vielleicht passt mein Beispiel, wo am Anfang gefragt ist, wegen dem Gebet, wo ich nicht einfach nur bettete, Gott macht, doch dass das wieder gut kommt mit dieser Person.
00:11:17: In so Situationen soll ich bei denen auch gehen.
00:11:20: Ich bin dann auch aufgerufen, hier selber etwas zu machen und vielleicht mir auch noch überlegen, wie sage ich es, oder wie könnte ich jetzt darauf hinschaffen, dass es wieder gut kommt.
00:11:29: Das heisst, für mich ist es nicht unbedingt ein Balance.
00:11:33: Man kann es schon so ausdrücken, aber ich finde noch ein schöneres Bild.
00:11:36: beides voll und ganz.
00:11:38: Also nicht so etwas von Gott auf Gott vertraue und von mir selbst, sondern von Ora und Labora, sondern beides voll und ganz.
00:11:47: Wir voll einsetzen, wir engagieren, aber gleichzeitig auch voll betten und irgendwo mit Gott zusammen durchs Leben gehen und sagen, hey, Gott, das ist letztlich ... Woher das Haus nicht baut, ist die Arbeit umsonst.
00:12:01: Aber gleich ... Wir müssen und dürfen bauen.
00:12:04: Und das Gespräch suchen und auf die Leute suchen gehen.
00:12:08: Zum Beispiel.
00:12:10: Genau.
00:12:11: Man hört, dass ich immer wieder das Bild von seinem Leben in Gottes Hand gebe.
00:12:15: Was heisst das genau?
00:12:17: Warte ich dann von jeder Entscheidung, bis ich eine klare Antwort von Gott habe?
00:12:20: Einer sagte mir, er lasse den Lauf so durch, dass er weihlost, was er jetzt kauft.
00:12:25: Das ist für mich etwas fremd.
00:12:27: Ich weiss, welches Gemüse ich jetzt für meine Nacht brauche.
00:12:31: Ja, was heisst denn das Leben, Gott es handgebt?
00:12:36: Also für mich heisst es schon offen sein irgendwo für Gott es vielleicht die Fingerzeige oder Spuren von Gott in meinem Leben oder durchaus heweiss Gott.
00:12:44: es reden möchte ich schon auch damit.
00:12:48: Jetzt im Laden mache ich das ehrlich gesagt auch nicht.
00:12:50: Es ist auch noch cool zu shoppen und zu schauen, welches Hemmchen wir jetzt kaufen.
00:12:54: Oder beim Gemüse oder so.
00:12:56: Oder bei so Sachen hilft mir auch etwas wie ein Fairtrade.
00:13:00: Du weisst quasi das Anliegen der Gerechtigkeit, die ein ganz starkes Bibelisch anliegen ist.
00:13:04: Da muss ich jetzt nicht von Gott zu einem bestimmten Kaffee geführt werden.
00:13:08: Ich weiss eigentlich, was es von Gott hat.
00:13:10: Besser ist auch nicht klar.
00:13:12: Labels, wo nicht immer stimmt und all das Zeug, aber es ist doch irgendwo das machen, was man halt kann und so, oder?
00:13:18: Genau, also für mich geht es mehr darum, so die Grundhaltung zu haben, wo mein Leben ist, in Gottes Händen.
00:13:24: Es gibt mir so eine Grundgeborgenheit, kann man vielleicht sogar sagen, oder ein Grundvertrauen und quasi auf dieser Grundlage oder in diesem Rahmen dann eben dürfen, frei zu entscheiden.
00:13:35: Und dann auch nicht mehr so eine Angsthaarständung, ich mache jetzt vielleicht einen Fehler oder ich wähle es falsch in meinem Laden oder ich mache sonst etwas falsch.
00:13:42: Wenn du grosse Entscheidungen musst, wie du gesagt hast, oder du gehst im Reisgebiet voran, wirst du dann sagen, man muss auch nicht genug Zeit lassen, dass Gott überhaupt reagieren kann.
00:13:51: Dass man sagt, wenn es eine kleine Entscheidung ist, dann bete ich drei Stunden vor dem Entscheid und wenn es etwas Größeres ist, dann macht man drei Tage Zeit.
00:14:03: Vielleicht gibt es Leute, die ein Fussstregel wissen.
00:14:04: Aber ich finde auch, dass es bei grossen Entscheidungen sein kann, dass es um Leben und Tod geht.
00:14:10: Dass man das sehr schnell handeln muss.
00:14:13: Oder im Laden.
00:14:14: Ist eine kleine Entscheidung.
00:14:15: Aber ich muss sofort entscheiden.
00:14:17: Ich würde es nicht abhängig von grossen oder kleinen Entscheidungen machen.
00:14:22: Aber klar, wenn es darum geht, einen neuen Wohnort, einen neuen Job und solche grössere Lebensfragen, ist das richtig.
00:14:31: dann halte ich es für gut und richtig, das mit Gott zu besprechen.
00:14:35: Da geht schon ein Weg, das auch immer wieder geht um seine Leitung und um seine Führung bittisch.
00:14:41: Und meistens musst du dann entscheiden, und es kommt nicht vom Himmel.
00:14:44: eine ganz kleine Antwort, so eins zu eins, ganz direkt, oder?
00:14:48: Also du triffst schon auch Entscheidungen, ohne jetzt genau zu wissen, was für welche Tierrichtung es ist, sondern einfach im Vertrauen kommt schon.
00:14:55: Genau, also oftmals ist es auch so ein Gefühl.
00:14:59: Es gibt ja so eine ... Wir haben eine Instanz in uns, die man auch Intuition nennen kann.
00:15:02: Die kann man jetzt erfüllen, wie man will.
00:15:05: Es ist eine Wissenschaft, die einerseits untersucht.
00:15:08: Wir haben so etwas wie Intuition, das mehr ist als nur im Kopf Argument A, B, C. Was ist jetzt richtig?
00:15:13: So tief innen ein Gefühl hat, das ist dran, das ist richtig.
00:15:17: Wenn ich es nicht mit Argument begründen kann.
00:15:19: Ich glaube aber auch, durchaus geht es auch auf dieser Ebene.
00:15:23: sehr gerne zu uns retten.
00:15:25: Man sagt manchmal, dass sich der Friede drüber kreist.
00:15:29: Ich finde aber noch eine gute Bezeichnung.
00:15:32: Dass du so tief innen ein gutes Gefühl hast bei etwas.
00:15:34: Und dann auch mutig kannst du sagen, go for it.
00:15:38: Ohne jetzt eine Stimme vom Himmel zu hören.
00:15:41: Das schrifft
00:15:41: an der Wand.
00:15:42: Das ist bei den wenigsten Christinnen und Christen der Fall, die ich kenne.
00:15:47: Man hört auch die Stimmen, die dann sagen, man muss einfach ... Genug betten und glauben, dann geht es schon zu schauen.
00:15:53: Es gibt ja auch Bibelstellen, die das sagen.
00:15:56: Auch die Glauben können Berge versetzen, was ja auch sehr krass zu sagen ist.
00:16:01: Wenn man aber in dieser Logik drin denkt, gibt es manchmal auch die Vorstellung, dass Wohlstand bewiesisch für Gottes genannt ist.
00:16:07: Also mir geht es gut, weil Gottes sagen ist über mir.
00:16:10: Kann man sich Erfolg erbetten?
00:16:14: Das sehe ich auch als völlig nicht biblisch.
00:16:17: Es gibt einzelne Bibelfersen, die sogar wirklich die Aussage machen.
00:16:23: Mit Gott unterwegs bist du auch materiell gut.
00:16:27: Es gibt sehr viele andere Bibelfersen, die dann widersprechen.
00:16:31: Aber da komme ich wieder so oft und sagt, dass ich in den Widerspruch, sondern ein spannungsfeld, das die Bibel aufhört.
00:16:40: Du kannst nicht aus einem einzelnen Bibelfersen ganze Theologie konstruieren, das haben wir in der Folge über die Bibel ausführlich schon besprochen.
00:16:48: Und darum halte ich nichts von dieser Idee.
00:16:51: Es ist jetzt ein Ausdruck von Gott zu sagen, dass es dir materiell gut geht oder dass du immer physisch gesund bist und so weiter.
00:16:58: Oder umgekehrt, wenn nicht, dann ist das ein Zeichen, dass etwas falsch läuft und deine Beziehung zu Gott gestört ist.
00:17:04: Von dem halte ich eigentlich wirklich nichts.
00:17:06: Was würdest du jetzt sagen, wenn du mit jemandem im Gespräch bist, der das sagt, was ihr erzählt habt?
00:17:12: Es geht Beförderung, Lohnerhöhe.
00:17:15: Jetzt kann ich mir das leisten.
00:17:16: Der Gott ist so gut zu mir.
00:17:18: Dann ist es auch noch schwierig, zu sagen, ich glaube, es ist auch nicht.
00:17:22: Das ist aber wieder etwas anderes zu finden.
00:17:24: Oder wenn du einen guten Job hast, wo du ... und oder viel Geld verdient.
00:17:30: Das Erste finde ich noch etwas wichtiger, dass du etwas Sinnvolles machen kannst.
00:17:33: Aber es ist gleich, wo du denkst, da stimmt jetzt alles.
00:17:35: Dann hast du vielleicht noch Freude, dass dir der Lohn noch gut ist.
00:17:39: Dann ist das okay.
00:17:40: Dann ist das sogar das einzige, dankenbare Sinn für das.
00:17:44: Also Gott zu danken.
00:17:45: Aber es ist nicht das Zeichen, dass du besonders in Gottes Auge nachgefunden hast oder besonders
00:17:54: so ein
00:17:54: guter Christ bist.
00:17:55: Aber wieso betten wir
00:17:58: denn überhaupt, wenn wir sagen, ja, das ist eigentlich nicht ein Zeichen davon, dass du unbedingt gerade und die Gottes besonders auf einmal
00:18:06: bist?
00:18:06: Gute Frage.
00:18:07: Also sprach, was Betten überhaupt ist.
00:18:09: Betten ist nicht immer nur so, dass typische Bitte-Gott gibt man doch das und das oder macht das und das.
00:18:15: Für mich oder für andere, das nimmt man dann für, bitte.
00:18:18: Das gehört auch dazu.
00:18:19: Aber Betten ist auch einfach Beziehungspflege mit Gott ganz allgemein, so in meinen Augen.
00:18:23: Also ich finde das ... Ganz wichtig, einfach beten heisst, ich darf und soll immer mit Gott irgendwo verbunden sein und im Gespräch sein.
00:18:33: Und das ist in erster Linie gebeten, Beziehungspflege mit Gott.
00:18:37: Und dass ich aber auch für konkrete Sachen, Bitt und auch für andere Hoffnung, eben für Bitt, gehört für mich auch dazu, oder?
00:18:45: Das soll so sein und da gibt es irgendwie ein geheimnisvolles Ding, warum es manchmal ... Läutzeit klappt und manchmal nicht.
00:18:52: Wie auch immer.
00:18:54: Aber ich finde, das würde ich jetzt nicht sagen.
00:18:56: Das bringt es gar nicht, das machen wir jetzt gar nicht, weil manchmal Bett ist, oder das Wetter schön ist, noch ist es doch grusig und so.
00:19:02: Aber es gehört für mich dazu, mit Gott im Gespräch zu sein.
00:19:04: Und ich habe einmal ein schönes Zitat gefunden vom Ole Hallesby heisst er.
00:19:09: Ein norwegischer Theologus am letzten Jahrhundert, der sinngemäss sagt, Bett ist sich in einer Lichtkur befinden.
00:19:17: Es passt schön.
00:19:18: Also
00:19:18: Licht.
00:19:20: In einer Mischkur, genau, dass man bei schweren Depressionen das zum Teil macht, oder so, mit ganz hellem Licht und so.
00:19:26: Ein Lichtkur, der, er sagt sogar, die Bakterien lösen.
00:19:30: Also, wenn wir übertreten sind, die Bakterien der Sünde werden gelöst.
00:19:34: Das ist ein richtig altmodisches Ausdrucksweis, aber dass wirklich Sachen heil werden können, dass Sachen uns leicht ... Im wahrsten Sinne des Wortes sind es recht leicht gerückt werden, denn bei diesem Licht von Gott ist natürlich ein Bild, oder?
00:19:47: Aber ich finde es sehr ein schönes Bild, dass eben Betten heisst Beziehungspflege oder eben, wie es der Ole Halles bei sagt, im Licht von Gott sich sein.
00:19:57: Oder es heisst eigentlich, Christsein heisst einen Platz an der Sonne bekommen zu haben und damit man eben nicht das Gott immer gut und sonst das Thema von vorher, sondern in diesem Licht von Gott dürfen sein.
00:20:07: Und auch auf Danke irgendwie oder?
00:20:09: Genau.
00:20:10: Das
00:20:10: bringt dann das Richtige wieder zusammen.
00:20:12: Das wäre für mich die Antwort, warum überhaupt die Betten.
00:20:14: Und was ist überhaupt gebeten, ist für mich in erster Linie Beziehungspflege.
00:20:18: Und um das Bild zu nehmen, eine leichte Kur.
00:20:20: Also
00:20:21: näherchen mit Gott auch.
00:20:23: Wenn ich jetzt von mir selber raus ... Dann merke ich, dass ich im Vorfeld wem und wie ich bete.
00:20:28: Und dass ich dann schon häufig dankbar bin, weil mir etwas Gutes passiert.
00:20:32: Zum Beispiel, wenn ich keine Prüfung verstanden habe oder Erfolg habe oder so.
00:20:37: Wenn das Wetter perfekt stimmt für ein Zeltlager oder einen Ausflug, müsste ich in dieser Logik auch hässig sein, wenn es gleich regnet, obwohl ich bete.
00:20:47: Die Antwort finden wir in der Bibel.
00:20:50: Bei den Psalmen hast du sehr viele Klage-Psalmen, die wirklich hässig sind, richtig hässig.
00:20:55: Und das aber auch vor Gott bringen.
00:20:58: Und ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen hässeln oder jummern und Klagen.
00:21:02: Klagen hat eben ein Gegenüber.
00:21:04: Du kommst so Gott damit.
00:21:06: Das ist schon mal eine Schritt in die richtige Richtung.
00:21:09: Und das dürfen wir und sollen wir.
00:21:11: Sie haben Bibel, sie haben Psalmen, vor allem eben die Klage-Psalmen.
00:21:14: Und natürlich sollen wir Gott danken für gute Sachen.
00:21:18: Egal ob es das Gott dir direkt geschenkt hat, irgendwie übernatürlich oder wie wir es auch immer sagen wollen, oder ob es einfach schön wetter ist und du hast Freude an diesem Wetter oder eine Prüfung bestanden hast, die vielleicht auch ohne Gott bestanden hat.
00:21:32: Aber logisch für das Gute Gott danken, das ist für mich klar und übrigens auch klar biblisch.
00:21:39: Du hast schon gesagt, ich klage Psalm, da geht es in der Regel um mehr als ein bisschen Regen, das wir erleben.
00:21:44: Das war ein sehr karmloses Beispiel.
00:21:46: Existenziell wird die Frage nach Gebetserhörigen vor allem, wenn es um Krankheiten geht oder schlimmeren Krankheiten.
00:21:53: Wie gehst du mit dem um die Wette?
00:21:54: Ist du um Heilung?
00:21:55: Oder sagen wir über dir einfach Gottes Wille geschehen?
00:22:00: Genau, was ich glaube, es gibt Heilung von Gott her, über natürliche Heilung.
00:22:05: Es ist ein Grundaussag, Die einen glauben und die anderen nicht glauben.
00:22:10: Also ich glaube, dass es grundsätzlich, ich glaube auch, dass Jesus Mensch geheilt hat.
00:22:14: Wirklich, nicht nur so, dass man das symbolisch versteht, dass er jetzt blind geheilt hat.
00:22:18: Er war wirklich blind und hat noch etwas gesehen.
00:22:20: Und ich glaube auch, dass Gott das heute noch hat und teilweise auch macht, oft aber auch nicht.
00:22:25: Und ich weiss nicht, warum.
00:22:27: Und ich glaube, es gibt auch nicht so ganz einfache andere.
00:22:29: Das ist natürlich mir zu wenig glauben oder so.
00:22:33: Aber dort weht ihr auch wie ... Nicht in eines dieser beiden Extremes.
00:22:36: Zwischen Gott eigentlich überhaupt nichts zu trauen oder sagen, das ist ja eh alles nichts und es gibt es doch sowieso nicht und so.
00:22:44: Und das andere Extrem ist quasi logisch und wenn du nur richtig glaubst oder genug glaubst, dann gibt es Heilung oder so.
00:22:50: Und wehe es ist dann eben nicht, oder?
00:22:52: Was ist dann?
00:22:53: Also dort glaube ich, ich kann es so in jenen in einem Extrem geben, den ich als ungesundes anschauen würde.
00:23:00: Es ist ja dann auch schwierig, wenn wir wie ... Wenn man genug bettet, wird geheilt, dann ist plötzlich auch eine Schuldfragung, wenn jemand nicht geheilt wird, weil man sagt, dass jemand zu wenig glaubt hat oder mehr Leute müssen mobilisieren.
00:23:14: Genau, genau.
00:23:15: Fast
00:23:15: eine Woche.
00:23:16: Gleichzeitig sagt Jesus manchmal zu Leuten, die geheilt wurden, dass er einen Glauben, eine Rolle gespielt hat, oder?
00:23:23: Es ist komplex und ... Ja, ich habe hier nicht eine klare Antwort, schwarz oder weiß.
00:23:29: Das heisst konkret, wie wirst du jetzt beten?
00:23:33: Also ich würde klarum heilig beten.
00:23:35: Ich habe sogar schon erleben dürfen, wie wir für eine Person beten, dann mehrere Leute zusammen, die eine wirklich schwierige Diagnose gehen.
00:23:44: Und diese Person hat heilig erfahren.
00:23:47: Ich war aber nicht dabei, wie es passiert ist.
00:23:49: eines zu eines, oder?
00:23:50: Aber es ist so.
00:23:53: Du kannst natürlich noch immer sagen, das ist jetzt Zufall und so, dass ... Aber mir hat das schon beeindruckt und gleichzeitig habe ich oft erlebt, dass es nicht so ist.
00:24:03: Aber ich würde nicht wegen diesem nicht mehr wehten.
00:24:06: Wenn
00:24:09: man jetzt ein bisschen anders extrem würde gehen, kann man dann sagen, ja, Medis brauchen oder irgendwie Ärzte brauchen eigentlich nur die, die zu wenig auf Gott vertrauen.
00:24:18: Weil entweder kann man sagen, ja, Gottes Wille ist vielleicht jetzt, dass das Leben des Endes geht oder wenn Gott wirklich will heilen, dann schafft er es ja auch ohne.
00:24:26: Oder was für ... Ja?
00:24:28: Das ist eine gute Frage.
00:24:30: Bei den Medizinien, um das konkrete Bild ... Oder allgemein Medizin, was man so kann.
00:24:35: Das ist ja eine fließende Grenze, um vielleicht zum Teil wirklich zu sagen, jetzt ist es irgendwo etwas ... fragwürdig.
00:24:41: Du weisst quasi so wirklich das Leben, künstlich zu verlängern und so weiter.
00:24:45: So Grenzsituationen gibt es ja ethisch und medizinisch, oder?
00:24:48: Aber wenn ich Kopf habe, muss ich ganz ehrlich sagen, ich nehme eine Kopfhedaplette und ... Die kosten nicht einmal so viel Geld.
00:24:55: Und ich finde, ich danke wirklich Gott meistens denn dafür.
00:24:58: Und sage, wow, so cool, dass die Menschen so Zeug haben können erfinden.
00:25:02: Mega faszinierend, weil wir sind ja Ebenbild Gottes.
00:25:05: Das heisst, wir haben solche Fähigkeiten und wir dürfen sie ja auch brauchen, zum Guten.
00:25:09: Und für mich ist das jetzt halt eine Kopfhäderbreite etwas Gutes.
00:25:12: Ich sehe jetzt nicht so viel problematisch daran.
00:25:15: Und nehme die wirklich dankbar an.
00:25:18: Dank Gott dafür.
00:25:19: Und bitte vielleicht sogar, dass sie wirkt.
00:25:22: Das ist dann noch das Zusammenspiel zwischen Gebett und Medizin.
00:25:25: Da wären wir dann wieder beim Ora et Labora.
00:25:27: Also
00:25:27: Labora ist ein Tabletenä und dann noch dafür beten, dass es wirklich wirkt.
00:25:33: Genau, und das würde ich auch bei schwerwiegenderen medizinischen Angelegenheiten machen, als jetzt Kopfweh oder in der Grundhaltung doch die Medizin dankbar anzunehmen und auch zu nutzen, aber auch nicht zu überbetonen, dass alles nur noch von der Medizin abhängig ist.
00:25:47: Also immer auch gleich wieder in Gottes Hand legen.
00:25:50: Genau.
00:25:50: Können
00:25:51: wir hier vielleicht zusammenfassen, was wir jetzt alles besprochen haben?
00:25:55: Wie viele Verantwortung haben wir für uns das Leben?
00:25:57: Und welche Part ist das bei Gott?
00:25:59: Also ich würde wirklich noch einmal das Bild von beides voll und ganz brauchen.
00:26:04: Und dann, wenn nicht fünfzig, fünfzig, ich glaube Gott.
00:26:07: Er steht überall.
00:26:08: Er hat letztlich die ganze Welt gemacht.
00:26:10: Er hat uns in seinen Händen voll und ganz.
00:26:13: Und eben nicht nur fünfzehn Prozent.
00:26:15: Und ich will voll und ganz auch auf Gott vertrauen und nicht nur fünfzehn Prozent.
00:26:20: Und ich will betten.
00:26:21: Und ich will gleichzeitig Verantwortung übernehmen.
00:26:23: Wir haben definitiv Verantwortung.
00:26:25: Das ist auch klar von der Bibel her.
00:26:26: Wir sind Ebenbild Gottes.
00:26:27: Wir haben Freiheitsgrad.
00:26:29: Sonst könnten wir gar nicht wirklich lieben ohne Freiheit und und und.
00:26:33: Die Verantwortung haben wir und die dürfen wir und müssen wir auch übernehmen.
00:26:37: Manchmal ist es dürfen, manchmal ist es müssen und wirklich eben mutig auch Sachen entscheiden und anpacken, aber auf dieser Grundhaltung.
00:26:45: Und jetzt vielleicht, wie weit geht meine Verantwortung?
00:26:48: Das ist ja vielleicht auch noch so eine Frage.
00:26:49: Jetzt geht es auch durch einen Vorbild noch mal angesprochen oder wo wir eben auch für andere betten, sogar für die Welt betten.
00:26:57: Man hat irgendwie aber gar nicht alles in der Hand oder aus der Wirkung.
00:27:01: Macht ist ja auch beschränkt.
00:27:04: Ja, was auch nicht.
00:27:05: Da kann man das irgendwie nach sagen, wo muss ich Verantwortung übernehmen und
00:27:10: wo muss ich
00:27:10: mich zurücknehmen.
00:27:12: Ich habe mal so eine Sprache gehört, nicht jede Not ist unsere Berufung, also meine, oder?
00:27:18: Ich kann ja nicht für alles, was in der Welt schlecht läuft, betten, geschweigen, dann dagegen etwas machen, handeln und so.
00:27:26: Also dort, ja, und vielleicht hat das auch mit der Gottesbeziehung wieder zu tun, so ein bisschen rauszuspüren.
00:27:31: Wo sind meine Begabungen?
00:27:32: Wo habe ich vielleicht auch ein Speziales Anliegen für Sachen oder eine Note, die mir wirklich triggert?
00:27:37: Und anders lässt mich vielleicht kalt oder vielleicht nicht gerade kalt.
00:27:40: Aber wenn ich mir merke, dass das jetzt nicht meine Baustelle ist, weder zum Machen oder zum Beten.
00:27:45: Also das hoffe ich, dass wir ein bisschen rausgespüren und da sind wir auch sehr verschieden.
00:27:48: Und darum haben wir zusammen ... können wir deutlich mehr bewirken als einen alleine, weil du hast vielleicht etwas anderes auf dem Herzen.
00:27:54: Dass man sich auch ergänzt, ja.
00:27:55: Somit
00:27:55: irgendwo einsetzen oder schon an Orten führen zu werden.
00:27:58: Und ich habe wieder anderes.
00:27:59: Und genau, dass wir uns hier ergänzen, oder?
00:28:02: Wie kann ich ganz konkret in meinem Leben Verantwortung übernehmen, ohne dass ich gut wegtrenne?
00:28:07: Oder umgekehrt, wie mein Leben gut zu gehen, ohne eine Passivität zu versinken?
00:28:14: Ich komme vielleicht immer wieder mit dem Stichwort Grundhaltung.
00:28:17: Für mich geht es um die Grundhaltung.
00:28:18: Und die drückt sich schön aus im Unservatergebett, wo Jesus ja gelehrt hat.
00:28:23: Seinen Jünger oder auch uns.
00:28:26: Dein Willengeschehen heisst es dort, oder?
00:28:29: Und das will ich eigentlich betten.
00:28:31: Ein Dein Willengeschehen und in dieser und auch nach dem Willen fragen und nach dem Willen suchen.
00:28:35: Also gut, das kann.
00:28:37: Und auf dieser Grundhaltung dann aber eben mehr einsetzen und Verantwortung übernehmen und entscheiden und so weiter.
00:28:42: Weil wir es jetzt ein paar Mal schon Angeschnitten haben, oder?
00:28:45: Also das kann man ja auch in sein konkretes Gebetsleben integrieren, dass man irgendwie sagt, das ist mein Anliegen, aber eine Tienteinwilligung ist nicht so.
00:28:55: Also
00:28:55: genau, es ist sicher kein Zufall, dass man sich löscht und auch in traditionellen Gottesdienste und so weiter immer das Unserverhalten bettet, zum Teil täglich, zum Teil sogar mehrfach.
00:29:03: täglich.
00:29:04: Das kann ja auch ein Abelieren sein, oder wenn man es gar nicht so bewusst spricht.
00:29:08: Aber ich glaube, es hat eine Wirkung, so oder so, und das prägt uns, so oder so.
00:29:12: Und eben für mich ist jetzt dieser Satz, dein Reich kommen und dein Wille geschehen, das finde ich besonders stark, oder?
00:29:19: Weil das um das geht, um das soll es gehen, auch bei allem, was ich persönlich mache.
00:29:24: Also das können wir euch auch ganz konkret dann sagen, ins Leben oder jetzt mitgehen, den Leuten.
00:29:30: dass unser Vater im Kopf hat, wenn man durchs Leben geht und sich immer wieder an das ...
00:29:33: Könnt sicher helfen, genau.
00:29:36: Also heisst das Leben in Gottes Händen, dass man von ihm gestürzt ist?
00:29:41: Oder würdest du sagen, nein, das ist eigentlich schon eine Fehlinterpretation von diesem Bild?
00:29:45: Ich würde sagen, ich will, dass Gottes Willen geschätzt und nicht einfach irgendetwas oder mein eigenes Willen immer sich durchsetzt, oder?
00:29:57: Aber ... Wenn ich diese Grundhaltung habe, dann glaube ich, darf ich und muss sich dann auch entscheiden, ohne immer Angst zu haben, dass, wenn ich mich dafür entscheide, vielleicht gegen Gott oder gegen sie will und so weiter.
00:30:09: Ja.
00:30:12: Gut, das nehmen wir doch gerade mal mit.
00:30:15: Hast du noch einen Punkt, wo dir jetzt irgendwie noch wichtig wurde im Gespräch, wo du gerne noch würdest ergänzen, zu dem, was wir jetzt alles besprochen haben?
00:30:22: Ich glaube, es ist einfach individuell, sind wir aufgefordert in dieser Spannung von ... Gott vertrauen und gleichzeitig sich engagieren und in dieser Haltung von Betten und dann aber gleich schaffen, so durchs Leben zu navigieren oder sehr gesund in diesen Spannungsfeldern auch, wenn du da in eines extrem vom Ross runter gehst, noch aufs andere.
00:30:44: Das glaube ich wäre so ein bisschen das, was ich mir und uns wünsche, dass das gut gelingt.
00:30:50: Also dass man wirklich beides verinnerlichen kann.
00:30:52: Genau.
00:30:52: In diesem Moment unterwegs sein.
00:30:54: Gut, das geben wir doch sehr gerne raus und hoffen, dass wir irgendwie das auch immer wieder neu erlernen und erproben.
00:31:01: In den beiden meinen sein, ganz gut vertrauen, aber trotzdem auch Verantwortung übernehmen fürs Leben.
00:31:06: Wir haben es auch sehr wundervoll, was ihr dazu denkt.
00:31:08: Oder was habt ihr vielleicht noch für Fragen zu dem?
00:31:10: Das dürfen wir euch sehr gerne schreiben.
00:31:12: Und dann danke ich dir, Christoph.
00:31:14: Zähler ist vielmals für das Gespräch.
00:31:16: Das habe ich sehr gefreut.
00:31:17: Mir auch, danke.
00:31:19: Und euch vielen Dank fürs Zuhören.
00:31:23: Mit diesem ist eigentlich das meiste gesagt.
00:31:25: Ein Leben als Christ heisst vielleicht Christoph Egeler, gut ganz vertrauen, aber doch auch ganz verantwortlich übernehmen fürs Leben.
00:31:32: Der Podcast ist produziert von RF-Media.
00:31:35: Wenn euch die Folge gefallen hat, darf ihr uns auch sehr gerne unterstützen.
00:31:38: Unsere Arbeit lebt nämlich von Spenden.
00:31:40: In der Show-Note findet ihr dazu den Link mit allen Infos.
00:31:44: Danke schon mal an dieser Stelle und v.a.
00:31:46: schön, dass ihr heute dabei war.
00:31:47: Wir gehören in zwei Wochen wieder.
00:31:49: Ich bin Leonie Meyer.
00:31:50: Macht es gut und hebt euch Sorgen.
00:31:52: Glauben und denken.
00:31:54: Go suchen.
00:31:56: Spiritualität leben.
00:31:57: Ein Podcast von ERF Mediaschwitz in Zusammenarbeit mit der VWG.
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