Wahre Herrschaft bedeutet, für andere einzustehen – Sprüche 31, 8

Shownotes

Bibeltext in dieser Folge

Deine Sache aber ist es für Recht zu sorgen. Tritt für alle ein, die sich selbst nicht helfen können.

Der Bibeltext wurde anhand der Losungen ausgesucht. © Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine; Weitere Informationen findest du hier

Ein König soll sich um die Schwachen kümmern. Dieser Anspruch wird in diesem Bibelvers sehr eindeutig formuliert. Herrschen heisst also: sich stark machen für andere, insbesondere für diejenigen, die selbst nicht stark sein können. Aber wer sind diese Menschen? Und was bedeutet das für uns, die wir nicht die Verantwortung für ein ganzes Land tragen?

Darüber diskutiert Host Leonie Meier mit ihren beiden Gästen Lorena Marti und Pascal Götz. Und so viel schon vorweg: Auch ohne Regierungssitz können und sollen wir uns nicht aus der Verantwortung ziehen.

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Expertinnen und Experten:

Lorena Marti leitet den Dachverband der Evangelischen Missionen (AEM), ist Masterstudentin in Theologie im Bereich Missiologie (MTh), Teil der Gemeindeleitung der FEG Wetzikon und des Leitungsteams des Jugendgottesdienstes BRIGHTER.

Sie ist jung und engagiert, voller Lebensfreude und Tatendrang. Sie liebt es, Jesus in ihren Mitmenschen zu sehen und sie darin zu ermutigen. Ihr grösster Wunsch: Gemeinsam Reich Gottes zu bauen - für die Generationen, die schon da sind, und für all jene, die noch kommen werden. In ihrer Freizeit kocht sie gerne oder geniesst auch einfach die Gemeinschaft unter Freunden beim Spiele spielen, Lobpreis machen oder Kaffee trinken.

Mehr zu ihrer Arbeit:

https://www.mission.ch/ https://www.feg-wetzikon.ch/ https://brighter-zo.ch/

Pascal Götz ist Familienvater und Pastor der Viva Kirche Pfäffikon. Ausserdem ist er Teamleiter von Young Generation, der nationalen Jugendabteilung von Viva Kirche Schweiz. Er lässt sich für fast alles begeistern - vor allem, wenn es mit Glaube, Geschichte oder Literatur zu tun hat. Dabei hört er gerne anderen zu, auch wenn deren Ideen im ersten Moment fremd erscheinen. So hat er schon oft von Menschen profitiert, die ganz anders glauben, denken und handeln als er."

Mehr zu seiner Arbeit:

https://younggeneration.ch/

Transkript anzeigen

00:00:05: Elf Minuten Bibel.

00:00:06: Ein

00:00:07: Podcast von RF-Media Schweiz.

00:00:10: Zwei Gäste diskutieren über einen kurzen

00:00:13: Text aus der Bibel, ein Meinungsausdusch verpackt in elf Minuten Redezeit.

00:00:22: Heute mit mir ist Leonie Meier.

00:00:23: Das Wort Herrscher hat bei mir

00:00:26: eher eine negativen Konnotation.

00:00:29: Bei mir geht es dann auch so ein Bild auf von jemanden, welcher andere herum dirigiert, befüllt

00:00:33: und seine

00:00:34: Macht auslebt, indem er anderen sagt, was sie zu tun haben.

00:00:38: Aber Herrscher kann eigentlich auch ganz anders

00:00:39: aussehen.

00:00:40: Man kann Macht brauchen, um zu helfen und zu dienen.

00:00:44: Genau über das rede ich mit meinen Gästen in einem ganz neuen elf Minuten Bibel-Duo – und zwar der Lorena Marti und Pascal Götz.

00:00:51: Und den Wievelfers, wo wir besprechen, steht in der Sprüche, Kapitel einendrissig Vers acht.

00:00:56: Deine Sache

00:00:57: aber ist es für Recht

00:00:59: zu sagen.

00:01:00: Tritt für alle einen

00:01:02: die sich selbst

00:01:03: nicht

00:01:03: helfen können!

00:01:05: Es dreht für alle ein, die sich selbst nicht helfen können.

00:01:08: Wir haben eine ganz klare Aufforderung in dem Vers gesteckt und ich würde sagen wir gehen gleich da rein.

00:01:13: Wer ist hier angesprochen?

00:01:15: Für wer gilt das?

00:01:16: Also diese Worte sind eigentlich Worte vom Lemuel.

00:01:19: so fängt auch Sprüche einereissig an.

00:01:21: Das heisst sie sind die Worte Lemuels des Königs von Massa, die ihn seine Mutter lehrte.

00:01:27: Also wir wissen, der Lemuel ist ein König.

00:01:29: Es ist jemanden, der Macht hat und Einfluss hat, die auch wirklich etwas verändern kann.

00:01:36: Wir wissen aber nicht genau was das für eine Könige ist.

00:01:39: Man kann ihn irgendwie nicht wirklich verorten.

00:01:44: Und es ist okay so.

00:01:45: Aber was wir noch wissen sind eigentlich auch keine seine Worte sondern eben die Worte, die ihm sein Mami mitgegeben hat oder lehrte im Ausprungstext heißt sie auch korrigiert haben.

00:01:57: Also sie gibt ihm Worte mit, die eigentlich inwieglich auf den richtigen Weg führen.

00:02:03: Sie gibt ihnen wie ein Rat, wie man dann richtig leben kann oder wie man denn Weisheit erlangen kann.

00:02:09: und es ist euch spannend, bevor wir zu diesem Vers kommen, fängt es wieder an mit zwei Sachen, die ihr aufzählt was ihr nicht solle machen.

00:02:17: Bevor sie dann eigentlich auf der Vers Acht kommt ja was sollst du dann machen?

00:02:21: Und sie beginnt eigentlich mit der ersten Sache wo sie weiss, hey Was du nicht sollst machen, ist ein schöner Frauenanhang.

00:02:28: Ein bisschen das thema-sexuelle Unmoral, wo man das Fingern vorlässt.

00:02:34: und das zweite ist, was sie sagt, dass es heim und vermied starke Getränke will.

00:02:40: Also starke getränke mit Alkohol?

00:02:43: Ja, man kann es wahrscheinlich auch grösser deuten.

00:02:45: Einfach generell Sachen, die das Gedächtnis etwas tönt... Verwischt.

00:02:52: Ja, weil ich glaube wenn man den Kontext anschaut, darf man es wirklich auch grösser töten.

00:02:56: Weil sie sagt wieso?

00:02:57: Hey guck, wenn du starke Sachen zudem nimmst... Was dann passiert ist, du vergisst das Recht oder du vergissst derjenigen die das Recht eingesetzt hat.

00:03:07: Weil was passiert denn, wenn ein Königsrecht vergesst oder er denjenigen vergisst, der das Recht einsetzt hat?

00:03:12: Er setzt sich selber auf den Thron und er... Füllt der Gap, das es gibt, eigentlich selber mit sich selbst.

00:03:19: Er dient nicht seinem Volk oder setzt sich nicht für die Gerächtigkeit ein – für die, die ihm dienen.

00:03:25: Im Gegenteil er tut sein Volk ausbieten und dient sich in dem Innern.

00:03:32: Es wechselt wie so eine Schifte vom egozentrischen Wacke, wenn man dort landet, wo man Storchige trinkt.

00:03:42: Das Gedächtnis in dem Innen auch betrübt.

00:03:46: Genau.

00:03:47: Und darum schlägt sie vor, hey, lass das weg!

00:03:52: Ja damit du den Fokus auf den Kopf halten kannst oder aufs Recht, was gut ist und was du jetzt selbst machen sollst, setzt dich für das Recht ein.

00:04:02: Dreht für die ein, die sich nicht helfen könnte.

00:04:04: Also was sie eigentlich auch sagt im biblischen Kontext ist, hey dient ernehmt.

00:04:10: Dient denen, die nicht sich dienen können... Erhebt deine Stimme für die, die es selber nicht erheben könnte.

00:04:19: Sorge fürs Recht dort, wo Ungerechtigkeit herrscht!

00:04:24: Ja, ich glaube am Ende des Tages hat Jesus gar nichts anderes gemacht als auch

00:04:28: das.

00:04:28: Du hast es ganz am Anfang gesagt und es ist ein König, der angesprochen wird.

00:04:31: Ich finde es spannend, dass seine Mutter ihm ist, die das sagt – hei so und so nicht!

00:04:36: Also jemand mit Macht und Einfluss kann es nicht passen, aber du findest immer noch einen legitimen Anspruch, den man an eine verantwortungsperson haben könnte, was hier formuliert wird?

00:04:46: Absolut.

00:04:46: Gerade wenn wir von einer christlichen Tradition in Europa ausgehen, dann ist das ganz tief verankert.

00:04:55: Viele sagen ja auch bei den Menschenrecht, dass sie gewachsen sind aus einem christlichen Erbeausen.

00:05:04: Ob Sie selbst christlich oder nicht, da können wir darüber diskutieren.

00:05:07: Aber ich glaube es ist auch nicht einfach.

00:05:09: selbstverständlich!

00:05:10: dass man es so denkt oder sagt, ein König soll sich jemandem, der Macht verhalten hat.

00:05:18: Das war auch eine grosse Tricke von Friedrich Nietzsche.

00:05:22: Ein grosser Kritiker des Christentums und einen Punkt, den er ganz gross ausgeschaffen hatte.

00:05:29: Er sagte, das Christentum sei eigentlich eine Religion der Schwachen und der Sklaven Die eigens Christentum zementiert, dass die Schwachen am Schluss gemacht haben.

00:05:41: Und es geht eigentlich nur gegen diejenigen, die stark sind und sich selbst helfen könnten.

00:05:47: Er wäre dafür gewesen, zu sagen, lasst doch diese Starche machen!

00:05:52: Aus irgendeiner Grund sind sie ja stark.

00:05:55: Die

00:05:58: Natur hat das irgendwie so eingerichtet und dann sollen sie sich auch durchsetzen?

00:06:04: Daher war es auch bei den Nazis sehr populär.

00:06:07: Das ist genau das Gedankegut, dass man gesagt hat, der Starche setzt sich durch und macht die Welt besser.

00:06:14: Es ist nicht so, dass wir sagen wollen, dass die Welt schlechter machen soll.

00:06:17: Man sagt, man will die Welt bessermachen.

00:06:18: Die Frage ist, wie kann man da hin?

00:06:22: Viele würden sagen, dass der Stark sein Ding macht.

00:06:26: Ich glaube, die Bibel hat Nitschi etwas verstanden.

00:06:29: Die Bibel ist sehr konsequent auf der Seite von den Schwachen und das ist nicht immer so intuitiv.

00:06:38: Wir sind jetzt nicht in dieser Situation, dass wir ein ganzes Land führen.

00:06:42: Was machen wir mit diesem Vers oder dem Anspruch?

00:06:46: Was heisst das für uns?

00:06:48: Ich glaube Jesus hat es im Mega-Einfachen.

00:06:50: Und im Tag, ich habe alles vorgelebt.

00:06:52: Er hat einen hungrigen Brog, der nackt war und den Kleider gegeben.

00:07:02: Der, was nicht gut ging, nahm er in die Arme und spannte ihm die Trost.

00:07:08: Wie sie so etwas vorgelegt haben, müssen wir genau das Gleiche machen.

00:07:11: Ich glaube, dass es nicht immer die grossen krasse Sachen sein müsste, auch wenn wir keine Position hatten oder ein König waren.

00:07:19: Kann man auch sagen, wir sind ein König über unser eigenes Leben und können in diesem Inneren sagen, okay.

00:07:25: Und wer ist das König?

00:07:27: Ist es Jesus?

00:07:27: Wenn es Jesus ist, dann mache ich was Jesus will und die einen im Kleinen oder setze ich mich selber auf meinen eigenen Thron?

00:07:34: Ich glaube, dass Spannungsfeld hier auch etwas aufgemacht

00:07:38: wird.

00:07:39: Also da drin steht ganz tief ... Das Menschenbild, das die Bibel hat, was schon am Anfang bei der Schöpfung so beschrieben wird.

00:07:48: Dass der Mensch eine Würde hat und dass etwas vom Ersten über den Mensch sagt, das er herrschen soll.

00:07:57: Und das ist genau das, um zu sagen, jeder Mensch leidt eine königliche Würde grösser ausfallen oder kleiner nach menschlichen Messe, dass man sagt, es gibt Leute die Verantwortung für ein ganzes Land.

00:08:14: Und das sind natürlich diejenigen, die wir sehen.

00:08:17: Aber dann hat sie gesehen ... Die Würde steckt in jedem von uns.

00:08:22: Und mindestens so für mein eigenes Leben bin ich tatsächlich ein König und das ist nicht irgendwie schlecht oder überheblich, sondern es ist gut, dass wir diese Würden haben.

00:08:34: Es ist gut auch, dass man die Verantwortung übernehmen darf.

00:08:37: Ich glaube, das ist der Punkt.

00:08:39: Wie fühlt man denn diese Aufgabe?

00:08:43: Das wäre genau so ein Fers, der darüber redet oder so einen ganzen Abschnitt, wie ich mich dann diese Verantwortung war.

00:08:51: Wie gehe ich mit den Möglichkeiten um, die mir persönlich gegeben sind?

00:08:56: Für was?

00:08:57: setze ich sie einfach für meinen eigenen Vorteil ein?

00:09:01: Oder setzt sich die ein für die, die es nicht selber könnte, wehren?

00:09:06: Ich finde auch spannend, dass ... Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber häufig herrscht eine negative Konnotation die schnell am Machtmissbrauch

00:09:14: denkt.

00:09:15: Aber zeigt ja vielleicht auch, dass wir das oft nicht schaffen, so dem Anspruch zu gerecht werden, der hier in den Bibel steht?

00:09:21: Ich weiss nicht, wieso ich mit ihm

00:09:24: gehe.

00:09:24: Jesus hat geherrscht und wie hat er geherrscht, was er dient?

00:09:30: Das kann man auch noch nicht mehr brauchen.

00:09:33: Er ist nichts ... Er führte sich nicht als König auf und als der Grösste, sondern er hat seinen jüngeren Pfüß gewaschen.

00:09:42: Er ist auf dem Esel der Virus-Hermine geritten.

00:09:45: Er hat ein Bild von einem König verdeutlicht, die herrscht und manche liebt und ihnen zu dient.

00:09:54: Das gibt ganz andere Assoziationen mit diesem Begriff.

00:09:59: Ich möchte vielleicht gleich noch schnell, weil ich den Blick auf die Uhr sei, wir haben nicht mehr ewig gezwungen, dass wir das rausnehmen, wo dort im Schluss statttritt für alle einen, die sich selbst nicht helfen können?

00:10:09: Aber

00:10:09: wer kommt in den Sinn, wenn sie sich selbst nicht helfen können?

00:10:14: Von der Bibel her werden häufig drei Personengruppen genannt.

00:10:19: Das sind die Weisen, das sind die Witwe und das sind Ausländer.

00:10:25: Dort drin steckt sehr viel.

00:10:27: Die Ausländern kennen wir in der Schweiz sehr gut oder mit etwa von über einem Fünf-Zwanzig Prozent Auslanderanteil.

00:10:32: Das ist immer noch ein riesiger Thema.

00:10:34: Und gerade was Sprach angeht – Leute, die nicht können kommunizieren, weil sie irgendwie eingeschränkt werden oder dumm.

00:10:44: Und da das berücksichtigen und auf das eingehen ... vielleicht mal mit so jemandem mitgehen, wenn er irgendetwas erledigen muss und die Sprache nicht versteht.

00:10:55: Ich meine für mich ist beamten Deutsche auch schon schwierig und für mich ein Minimutensprach.

00:11:00: Also wie soll es denn jemand verstehen, der das nicht von Grund auf gelernt hat?

00:11:06: Und zweit dann eben Witwe und Weisen sind halt in der Antike ... der sozialen Netz fehlt, also keine richtige Absicherung haben finanziell aber eben auch sozial isoliert sind.

00:11:22: Wir hören es hinten schon dick, aber ich lauere Ihnen das gleich noch einmal zu Wort.

00:11:27: Was heisst das ganz konkret?

00:11:29: In einem Satz wo kann man das umsetzen heute?

00:11:32: Immer und überall!

00:11:33: Ich glaube wir sind aufgerufen an nächster Liebe ins Leben und die nächste liebe Fahrt in deinem eigenen Haus an, in deiner Familie Bei deinem Ehepartner, bei deinen Kindern.

00:11:43: Und dann geht es voraus zu dem Nachbarn.

00:11:46: Dann in Dein Dorf, deine Stadt und das Land.

00:11:50: Gut, nehmen wir euch gerne mit!

00:11:52: Wir haben es gehört, die elf Minuten sind durch.

00:11:54: Man hatte noch mehr Gesprächsstoffen.

00:11:58: Ich hoffe ihr könnt alle gleich etwas mitnehmen und danken euch fürs Zulassen.

00:12:01: Und auch Eulerin und Pascal, vielen Dank für das Teil von euren Gedanken.

00:12:06: Wenn euch den Podcast gefallen hat, dann dürfen wir uns sehr gerne weiter empfehlen und ihr könnt uns auch finanziell unterstützen.

00:12:11: Erfmedie, wo der Podcast produziert,

00:12:13: lebt noch nicht von Spenden.

00:12:15: Alle Infos dazu

00:12:16: findet ihr in unseren Show Notes.

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