Best of: Wahre Herrschaft bedeutet, für andere einzustehen – Sprüche 31, 8
Shownotes
Wiederholung vom 3. Mai 2026
Bibeltext in dieser Folge
Deine Sache aber ist es für Recht zu sorgen. Tritt für alle ein, die sich selbst nicht helfen können.
Der Bibeltext wurde anhand der Losungen ausgesucht. © Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine; Weitere Informationen findest du hier
Ein König soll sich um die Schwachen kümmern. Dieser Anspruch wird in diesem Bibelvers sehr eindeutig formuliert. Herrschen heisst also: sich stark machen für andere, insbesondere für diejenigen, die selbst nicht stark sein können. Aber wer sind diese Menschen? Und was bedeutet das für uns, die wir nicht die Verantwortung für ein ganzes Land tragen?
Darüber diskutiert Host Leonie Meier mit ihren beiden Gästen Lorena Marti und Pascal Götz. Und so viel schon vorweg: Auch ohne Regierungssitz können und sollen wir uns nicht aus der Verantwortung ziehen.
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Expertinnen und Experten:
Lorena Marti leitet den Dachverband der Evangelischen Missionen (AEM), ist Masterstudentin in Theologie im Bereich Missiologie (MTh), Teil der Gemeindeleitung der FEG Wetzikon und des Leitungsteams des Jugendgottesdienstes BRIGHTER.
Sie ist jung und engagiert, voller Lebensfreude und Tatendrang. Sie liebt es, Jesus in ihren Mitmenschen zu sehen und sie darin zu ermutigen. Ihr grösster Wunsch: Gemeinsam Reich Gottes zu bauen - für die Generationen, die schon da sind, und für all jene, die noch kommen werden. In ihrer Freizeit kocht sie gerne oder geniesst auch einfach die Gemeinschaft unter Freunden beim Spiele spielen, Lobpreis machen oder Kaffee trinken.
Mehr zu ihrer Arbeit:
https://www.mission.ch/ https://www.feg-wetzikon.ch/ https://brighter-zo.ch/
Pascal Götz ist Familienvater und Pastor der Viva Kirche Pfäffikon. Ausserdem ist er Teamleiter von Young Generation, der nationalen Jugendabteilung von Viva Kirche Schweiz. Er lässt sich für fast alles begeistern - vor allem, wenn es mit Glaube, Geschichte oder Literatur zu tun hat. Dabei hört er gerne anderen zu, auch wenn deren Ideen im ersten Moment fremd erscheinen. So hat er schon oft von Menschen profitiert, die ganz anders glauben, denken und handeln als er."
Mehr zu seiner Arbeit:
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:06: Ein Podcast von RF Media Schweiz.
00:00:10: Zwei Gäste diskutieren über einen kurzen
00:00:12: Text aus der Bibel.
00:00:15: Heute
00:00:17: mit mir, Leonie Meier.
00:00:23: Elf Minuten Bibel ist bis zum XXIII.
00:00:25: August noch in den Sommerpausen.
00:00:27: Aber das heisst nicht, dass ihr auf spannende Folgen verzichten müsst!
00:00:31: Ich habe auch heute eine Folge für euch, die mir gut in Erinnerung geblieben ist – weil
00:00:35: es geht
00:00:36: um Gerechtigkeit und auch darum, was wir für eine gerechte Welt beitragen können.
00:00:42: Das Wort Herrscher hat immer eine negative Konnotation bei mir.
00:00:47: Bei mir ist das Bild von jemandem, der umdiregiert befindet und seine Macht auslebt in dem er anderen sagt, was sie zu tun haben.
00:00:56: Aber Herrschern kann eigentlich auch ganz anders aussehen.
00:00:59: Man kann Macht brauchen zum anderen helfen Und genau über das habe ich mit meinen Gästen geredet, mit Lorena Marti und Pascal Götz.
00:01:07: Der Bibelferd, den wir besprechen, steht in der Sprüche, Kapitel einendrießig, Vers acht.
00:01:11: Deine Sache aber ist es für Recht zu sagen.
00:01:15: Tritt für alle einen
00:01:17: die sich selbst
00:01:18: nicht
00:01:19: helfen können.
00:01:21: Tritte für alle ein, die sich selber nicht helfen könnten.
00:01:23: Wir haben hier ganz eine klare Ufforderung, die im Fers steckt.
00:01:26: Ich würde sagen, mir geht es rein.
00:01:28: Wer ist da angesprochen?
00:01:30: Für wer gilt das?
00:01:32: Also diese Worte sind eigentlich Worte von Lemuel, so beginnt auch sprüche ein oder drei Jahre an.
00:01:37: Das heisst, sie sind die Worte Lemuels des Königs von Massa, die ihn seine Mutter lernte.
00:01:43: Wir wissen, der Lemuel ist eine Königin.
00:01:45: Es ist jemanden, der Macht hat und Einfluss hat, der wirklich etwas verändern kann.
00:01:52: Man weiss aber nicht genau, was das für eine Könige ist?
00:01:55: Man kann ihn irgendwie nicht wirklich verorten... Und das ist okay so, genau.
00:02:01: Aber was wir noch wissen ... Es sind auch nicht seine Worte, sondern es sind eben die Worte wo ihm eigentlich sein Mami mitgegeben hat oder lehrte und im Aussprungstext heißt es auch korrigierte.
00:02:12: Also sie gibt ihm Worte mit, welche eigentlich inwiechlich auf den richtigen Weg führen.
00:02:19: Sie gibt ihnen wie ein Rat, wie man dann richtig leben kann oder wie man denn die Weisheit erlangen kann.
00:02:25: Und es ist euch spannend, bevor wir zu diesem Fers kommen, fängt sie an mit zwei Sachen, die ihr aufzählt was er dann nicht soll machen.
00:02:33: Bevor sie eigentlich auf den Fers acht kommt ja was sollst du denn machen?
00:02:37: Sie beginnt eigentlich an mit der ersten Sache wo sie sagt hey was du nicht solltest machen ist schöner Frauen anhangen also so ein bisschen das thema sexuelle unmoral.
00:02:47: Wo ihr soll Finger voll lassen?
00:02:50: und das zweite ist wo sie gesagt ist he und vermied starke getränk
00:02:56: Also starken Getränke mit Alkohol?
00:02:59: Ja, man kann es wahrscheinlich auch grösser töten.
00:03:01: Einfach generell Sachen, die das Gedächtnis ein bisschen verwischen können.
00:03:08: Weil ich glaube wenn wir den Kontext anschauen dürfen wir es wirklich auch grösser töten weil sie sagt wieso hey guck wenn du starke Sachen zudem nimmst was dann passiert ist du vergisst das Recht oder vergisst derjenige wo das Recht eingesetzt hat Weil was passiert, wenn ein Königsrecht vergisst?
00:03:25: Oder derjenige, die das Recht eingesetzt hat.
00:03:28: Er setzt sich selber auf den Thron und er füllt den Gap, wo es geht, eigentlich selbst mit sich selbst.
00:03:34: Sprich, er dient nicht seinem Volk oder setzt sich nicht für die Gerächtigkeit ein – für die, die ihm dienen.
00:03:41: Im Gegenteil, er bietet sein Volk aus und dient sich selbst in dem Innen.
00:03:47: Also es wechselt wie so eine Schifte vom ... Ego-Zentrische, eigentlich weg.
00:03:54: Respektiv wenn wir landen eben dort, wenn man starke Gedanken zu sich nimmt oder ja sein Gedächtnis in dem ihnen auch betrübt.
00:04:02: Genau und darum schlägt sie vor, hey, lass das weg damit du den Fokus auf Gopalten kannst oder aufs Recht, was gut ist und was du jetzt selbst machen solltest.
00:04:15: setze dich für das Recht ein.
00:04:17: Dritt für die, die sich nicht helfen können – was sie auch sagt im biblischen Kontext ist – dienten und denen, der sich nicht erhebt in den Stimmen, für die es selbst nicht erhitzen kann.
00:04:34: Sorge fürs Recht dort, wo Ungerechtigkeit herrscht!
00:04:39: Ja, ich glaube am Ende des Tages hat Jesus gar nichts anderes gemacht als auch das.
00:04:44: Du hast es ganz am Anfang gesagt und es ist eine Königin, die angesprochen wird.
00:04:47: Ich finde es spannend, dass seine Mutter da ist, wo sie sagt, hey so und so nicht.
00:04:52: Also jemand macht mit.
00:04:54: Einfluss kann es nicht passen, aber ich finde es immer noch ein legitimer Anspruch, den wir an einer verantwortungsperson haben können.
00:04:59: Das, was hier formuliert wird?
00:05:01: Absolut!
00:05:02: Gerade wenn man von einer christlichen Tradition in Europa ausgeht... dann ist das ganz tief verankert.
00:05:10: Viele sagen ja auch bei den Menschenrecht, dass die gewachsen sind aus einem christlichen Erbeausen.
00:05:20: Ob sie jetzt selber christlich sind oder nicht, können wir darüber diskutieren.
00:05:22: aber ich glaube es ist auch nicht einfach selbstverständlich Dass man es so denkt oder dass man sagt, ein König soll sich jemandem, der Macht verhalten hat.
00:05:34: Das war auch eine grosse Tricke von Friedrich Nietzsche jetzt.
00:05:39: Ein grosser Kritiker des Christentums und einen Punkt, den er ganz gross ausgeschaffen hatte.
00:05:45: Er sagte, das Christentum sei einer der Religionen der Schwachen und der Sklaven Die Eingschristentum zementiert, dass die Schwachen am Schluss gemacht haben.
00:05:58: Es geht eigentlich nur gegen die, die stark sind und sich selbst helfen könnten.
00:06:03: Er wäre dafür gewesen zu sagen, lasst doch diese Starche machen!
00:06:09: Aus irgendwem Grund sind sie ja stark?
00:06:11: Genau,
00:06:14: Natur hat das irgendwie so eingerichtet und dann sollen sie sich auch durchsetzen... Am Schnittschirn war auch bei den Nazis sehr populär, weil es genau das Gedanke gut war.
00:06:24: Man sagte, dass sich der Starche durchsetzt und die Welt besser macht.
00:06:30: Es ist nicht so, dass man sagt, man möchte die Welt schlechter machen, sondern man will die Welt bessermachen.
00:06:34: Die Frage ist, wie man da herkommt?
00:06:38: Viele würden sagen, dass der Stark in sein Ding macht.
00:06:42: Ich glaube, die Bibel hat etwas verstanden.
00:06:45: Die Bibel ist sehr konsequent auf der Seite von den Schwachen und das ist nicht immer so intuitiv.
00:06:54: Wir sind jetzt nicht gerade in dieser Situation, dass wir ein ganzes Land führen.
00:06:58: Was machen wir mit diesem Vers oder dem Anspruch?
00:07:02: Was heisst das für uns?
00:07:04: Ich glaube Jesus hat es im Mega-Einfachen.
00:07:06: Und im täglichen alles vorgelebt.
00:07:08: Er hat einen hungrigen Brug gegeben, der war nackt und er hat den Kleider gegeben.
00:07:17: Der, was nicht gut ging, nahm ihn in die Arme und spannte ihm die Trost.
00:07:24: Wie sie so etwas vorgelegt haben, können wir genau das Gleiche machen.
00:07:27: Ich glaube, es müssen nicht immer die grossen Krassen sein, auch wenn wir keine Position hatten oder ein König waren.
00:07:34: Kann man sagen, ja gut.
00:07:38: Wir sind ein König über unser eigenes Leben und können in diesem Inneren sagen, okay, wer ist König?
00:07:42: Ist es Jesus?
00:07:43: Und wenn es Jesus ist, dann mache ich was Jesus will.
00:07:46: Die haben im Kleinen oder setze ich mich selber auf meinen eigenen Thron?
00:07:50: Ich glaube das Spannungsfeld wird auch etwas aufgemacht.
00:07:55: Also da drin steht ein ganz tiefes Menschenbild der Bibel hat, die schon am Anfang bei der Schöpfung so beschrieben wird dass der Mensch eben eine Würde hat und das etwas vom Ersten, was Gott über den Menschen sagt ist, das er herrschen soll.
00:08:13: Und das ist genau das eigentlich zu sagen, jedem Mensch liegt eine königliche Würde und die kann grösser ausfallen oder kleiner.
00:08:24: jetzt nach menschlichem Ermessen, dass man eben sagt, es gibt Leute, die haben Verantwortung für ein ganzes Land.
00:08:31: Das sind natürlich die, die man sieht.
00:08:32: Aber dann hat es gesehen ... Die Würden stecken in jedem von uns und mindestens so viel meines eigenen Lebens bin ich tatsächlich ein König.
00:08:43: Und das ist nicht irgendwie schlecht oder überheblich sondern es ist gut!
00:08:48: Es ist gut dass wir diese Würde haben.
00:08:50: Es ist auch gut, dass wir die Verantwortung übernehmen dürfen.
00:08:53: Ich glaube, das ist der Punkt.
00:08:55: Wie fühlt man denn diese Aufgabe?
00:08:58: Das war genau so ein Fers, der darüber redet oder so einen ganzen Abschnitt darüber redete.
00:09:04: Wie habe ich mich dann diese Verantwortung wahr?
00:09:07: Wie gehe ich mit den Möglichkeiten um, die mir persönlich gegeben sind?
00:09:12: Für was?
00:09:13: setze ich sie einfach für meinen eigenen Vorteil ein?
00:09:16: Oder setze sich diese ein für diejenigen, die sich nicht selber wehren
00:09:21: können?
00:09:22: Ich finde es spannend, dass – ich weiss nicht wie es euch geht aber wie häufig Herrscher hat ja eine bisschen negative Konnotation die schnell am Machtmissbrauch denkt.
00:09:31: Aber zeigt ja vielleicht auch, dass wir das oft nicht schaffen, so dem Anspruch zu gerecht werden, der hier in den Bibel steht?
00:09:37: Oder ich weiss nicht, wieso er mit diesem geht?
00:09:40: Ja, Jesus hat geherrscht und wie hat er geherrscht, indem er dient hat.
00:09:46: Also, ich glaube, das kann man auch sein ohne ihn brauchen.
00:09:49: Er ist nichts ... Hat sich nicht als König aufgeführt und als der Grösste, sondern er hat seinen jüngeren Pfüß gewaschen.
00:09:58: Er ist auf dem Esel auf ihr Ausfall.
00:09:59: Ich meine, er hat ein Bild von einem König verdeutlicht und verbildet, der herrscht, aber hier ist man schon liebt und ihn zudient.
00:10:10: Und es gibt ganz eine andere Assoziation mit diesem Begriff.
00:10:13: Ja ja voll!
00:10:15: Ich möchte vielleicht gleich noch schnell, weil die Blick auf Dursal war nicht mehr ewig, dass wir das rausnehmen, wo dort am Schluss steht, Trit für alle einen, die sich selbst nicht helfen können?
00:10:24: Aber
00:10:25: wer denkt ihr da?
00:10:26: Wer kommt in den Sinn, wenn sie sich selbst nicht helfen können.
00:10:30: Also von der Bibel her werden häufig drei Personengruppen gegründet.
00:10:35: Das sind die Weisen, das sind die Witwe und das sind Ausländer.
00:10:40: Und dort drin steckt sehr viel.
00:10:43: Die Ausländern kennen wir in der Schweiz sehr gut oder mit ca.
00:10:46: einem über twenty-fünf Prozent Auslanderanteil.
00:10:48: Das ist immer noch ein riesiges Thema.
00:10:50: Und gerade was Sprach angeht – Leute, die nicht kommunizieren, weil sie irgendwie eingeschränkt werden oder dumm.
00:11:00: Und da das berücksichtigen und auf das eingehen ... vielleicht mal mit so jemandem mitzugehen, wenn er irgendetwas erledigen muss und die Sprache nicht versteht.
00:11:11: Ich meine für mich ist beamten Deutsche auch schon schwierig und für mich ein Minimutensprach.
00:11:16: also wie soll es denn jemand verstehen, der das nicht von Grund auf gelernt hat?
00:11:22: Und zweit dann eben weit weg und weisen, sind halt in der Antike ... die sozialen Netz fehlen, also keine richtige Absicherung haben finanziell aber auch sozial isoliert sind.
00:11:38: Wir gehören jetzt hin zu Dicke, aber ich lauere Ihnen noch ein Wort.
00:11:43: Was heisst das ganz konkret?
00:11:45: In einem Satz kann man das umsetzen heute.
00:11:48: Immer und überall!
00:11:49: Ich glaube wir sind aufgerufen im nächsten Lieblingsleben und in deinem eigenen Haus an, in deiner Familie ... Bei deinem Ehepartner, bei deinen Kindern.
00:11:59: Und dann geht es voraus zu dem Nachbarn.
00:12:02: Dann in Dein Dorf, deine Stadt und dein Land.
00:12:06: Gut, nehmen wir dich gerne mit!
00:12:08: Wir haben es gehört, die elf Minuten sind durch.
00:12:10: Man hätte noch mehr Gesprächsstoff gehabt.
00:12:14: Ich hoffe ihr könnt alle gleich etwas mitnehmen und danken euch fürs Zulassen.
00:12:17: Und auch Eulerin und Pascal,
00:12:18: vielen Dank
00:12:19: für das Teil von euren Gedanken.
00:12:22: Wenn euch den Podcast gefallen hat, dann dürfen wir uns sehr gerne weiter empfehlen und ihr könnt uns auch finanziell unterstützen – erfmedie wo der podcast produziert lebt nämlich von Spenden.
00:12:31: Alle Infos dazu findet
00:12:38: ihr in unseren Show Notes.
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